Microsoft rollt ein Herbst-Update für Copilot aus und ergänzt den Assistenten um eine kollaborative Chat-Option namens Groups. Damit können Teams den KI-Helfer gemeinsam ansprechen, Ergebnisse teilen und Workflows direkt im Dialog koordinieren – ohne zwischen Tools zu springen.
Bis zu 32 Personen können gemeinsam mit Copilot in einem Chat arbeiten – inklusive geteilter Eingaben, gemeinsamer Antworten und einem zentralen Kontext für alle Beteiligten.
So funktioniert der neue KI‑Gruppenchat
Der Gruppenmodus verlagert typische Abstimmungen und Recherchen in einen geteilten Raum, in dem Copilot aktiv mitwirkt.
- Gemeinsam prompten: Alle Teilnehmenden stellen Fragen, verfeinern Prompts und sehen die Antworten synchron.
- Dateien und Links teilen: Quellen lassen sich in den Chat einbringen, sodass Copilot darauf aufbauen kann.
- Kontext bleibt erhalten: Der Verlauf bildet Entscheidungen, Zwischenergebnisse und nächste Schritte ab.
- Skalierung bis 32 Personen: Von kleinen Projektteams bis hin zu funktionsübergreifenden Runden.
Teil des größeren Copilot-Updates
Parallel zu Groups führt Microsoft weitere Neuerungen ein, die Copilot in Microsoft-365-Umgebungen breiter einsetzbar machen.
Spezialisierte KI-Agenten
- Researcher: Für strukturierte, komplexe Rechercheaufgaben; kann interne und externe Quellen zusammenführen.
- Analyst: Für datenbasierte Auswertungen und fundierte Schlussfolgerungen.
Beide Agenten setzen auf OpenAI‑o3-Modelle und sind für mehrstufiges, begründbares Arbeiten ausgelegt.
Copilot Studio: Von Flows bis Agent‑Store
- Agent Flows: Mehrstufige Abläufe zur Automatisierung ganzer Prozesse.
- Agent‑Store: Anbindungen an Drittanwendungen, darunter Jira oder Miro, für nahtlose Übergänge zwischen Arbeitsschritten.
Multimodalität und Wissensorganisation
- GPT‑4o‑Integration: Bild- und Videofunktionen erweitern die Möglichkeiten von Copilot visuell zu denken und zu erklären.
- Copilot Notebooks: Inhalte, Erkenntnisse und Prompts lassen sich als wiederverwendbare Wissensobjekte strukturieren.
Copilot Search
Die neue, kontextbasierte Suche führt Informationen aus verschiedenen Unternehmenswerkzeugen zusammen und beantwortet Fragen präzise statt bloß Links aufzulisten.
Warum Groups in der Praxis zählt
- Schnelle Abstimmungen: Kick-offs, Redaktions- oder Sprintplanungen werden kompakter – alle sehen dieselben KI‑Vorschläge.
- Bessere Qualität: Prompt‑Feinschliff im Team erhöht die Relevanz der Antworten.
- Weniger Tool-Wechsel: Recherche, Auswertung und nächste Schritte passieren im selben Raum.
- Transparenz: Entscheidungen sind im Verlauf nachvollziehbar dokumentiert.
Verfügbarkeit und Rahmen
- Rollout: Groups wird im Zuge des aktuellen Herbst‑Updates schrittweise freigeschaltet.
- Teilnehmerlimit: Bis zu 32 Personen pro Gruppenchat.
- Ökosystem: Entwickelt für den Einsatz mit Microsoft 365 und die Zusammenarbeit über bestehende Tools hinweg.