Median

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Wenn man von einer Datensammlung spricht, ist der Median ein Begriff, der darauf hinweist, welcher Wert sich genau in der Mitte befindet, wenn alle Daten in aufsteigender Reihenfolge sortiert werden. Es ist eine ziemlich einfache Berechnung und wird oft in Statistiken verwendet, um den mittleren Wert in einer Reihe von Daten zu identifizieren. Interessant ist, dass der Median gar nicht unbedingt ein Wert aus der Datenreihe sein muss. Wenn deine Datenreihe aus einer geraden Anzahl an Werten besteht, ist der Median nämlich der Durchschnitt der beiden mittleren Zahlen.

Der Median wird oft genutzt, um ein „typisches“ Ergebnis in einer Datenmenge zu bestimmen. Sind die Daten zum Beispiel die Einkommen aller Haushalte in einer Stadt, zeigt der Median das Einkommen des Haushalts, der genau in der Mitte steht, wenn man alle Haushaltseinkommen sortiert. Große Einkommensunterschiede – einige sehr arme und sehr reiche Haushalte – verzerren das Durchschnittseinkommen, aber der Median gibt ein Bild davon, was ein „typischer“ Haushalt verdient.

Beispiele zum Median:

  • Einkommen:
    Der Median des Einkommens gibt das mittlere Einkommen einer Bevölkerung an und kann ein realistischeres Bild der Einkommensverteilung liefern als der Durchschnitt, da er nicht durch extrem hohe oder niedrige Einkommen verzerrt wird.
  • Immobilienpreise:
    Der Median des Hauspreises in einem bestimmten Gebiet kann potenziellen Käufern helfen, ein realistisches Budget für den Kauf eines Hauses zu setzen. Der Durchschnitt könnte durch einige extrem teure Häuser verzerrt sein.
  • Schulnoten:
    Lehrer können den Median verwenden, um die allgemeine Leistung einer Klasse in einem Test zu beurteilen. Wenn der Median hoch ist, haben die meisten Schüler gut abgeschnitten, auch wenn es einige sehr niedrige Noten gibt.
  • Medizinische Daten:
    In der Medizin könnte der Median der Alter bei Diagnosestellung einer bestimmten Krankheit verwendet werden, um festzustellen, in welchem Lebensalter die Krankheit am häufigsten auftritt.
  • Sportstatistiken:
    Der Median der erzielten Punkte eines Spielers über eine Saison hinweg kann ein besseres Bild seiner konsistenten Leistung liefern als der Durchschnitt, der durch ein oder zwei außergewöhnliche Spiele beeinflusst werden könnte.
  • Umweltwissenschaften:
    Der Median der täglichen Temperatur über ein Jahr hinweg in einer bestimmten Stadt kann eine genauere Darstellung des typischen Wetters liefern als der Durchschnitt, da er weniger empfindlich auf extreme Temperaturen reagiert.
  • Kundenzufriedenheit:
    Bei der Auswertung von Kundenbewertungen könnte der Median verwendet werden, um ein realistischeres Bild der allgemeinen Kundenzufriedenheit zu erhalten, da er nicht von ein paar extrem negativen oder positiven Bewertungen beeinflusst wird.

In all diesen Beispielen hilft der Median, ein klares und unverzerrtes Bild der Mitte einer Datenverteilung zu liefern, und ist oft informativer als der Durchschnitt, besonders wenn die Daten ungleichmäßig verteilt sind oder Ausreißer enthalten.

Also, wenn du das nächste Mal Daten analysierst, denk daran, den Median zu verwenden, um ein genaues Bild von deiner Datensammlung zu bekommen. Es ist ein großartiges Werkzeug, um die Mitte deiner Daten zu lokalisieren und Missverständnissen vorzubeugen.

Andere gebräuchliche Bezeichnungen für den Median sind: Zentralwert oder mittlerer Wert. Oft wird der Median auch als 50. Perzentil bezeichnet, da 50% der Werte unter dem Median liegen und 50% der Werte darüber.

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